Automobilimporteure erneuern Forderung nach rascher NoVA-Lösung

Kein „Wahlzuckerl“, sondern vernünftige Anpassung der Formel – Übergangsregelung bringt keine langfristige Rechtssicherheit

Wien (OTS) „Die derzeit herrschende Unsicherheit, wie es mit der NoVA weitergeht, belastet den Markt massiv. Es ist daher höchste Zeit, eine Lösung für die Anpassung der NoVA-Formel zu finden und die Details auch zu kommunizieren. Ein gemeinsam mit dem Finanzministerium ausverhandelter und bereits begutachteter Entwurf liegt am Tisch und bedarf nur noch der Beschlussfassung“, erneuert der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, seine Forderung nach einer raschen Anpassung der NoVA-Formel.

„Wir brauchen endlich Klarheit, denn sowohl die Automobilwirtschaft als auch die Kunden müssen wissen, welche Regelung ab 2020 gilt. Eine bloße Übergangsregelung hingegen bringt keine langfristige Rechtssicherheit und konterkariert auch die breite Forderung, ab nächstem Jahr die realistischeren WLTP-Werte auszuweisen“, so Kerle.

Vernünftige Anpassung aufgrund neuer Rahmenbedingungen

Der Handlungsbedarf bei der NoVA zeichnet sich bereits seit Jahren ab. Hintergrund dafür ist die Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchsangaben von Pkw. Denn dadurch fallen die CO2-Werte auf dem Papier nun um durchschnittlich 25 Prozent höher aus, was sich entsprechend auf die NoVA auswirkt, die auf diesen offiziellen Verbrauchsangaben basiert. Ohne Anpassung würde sich die NoVA ab 2020 durchschnittlich verdoppeln. Entsprechend gilt es auch eine Anpassung bei der Sachbezugsregelung vorzunehmen. Denn in diesem Fall werden ebenfalls die offiziellen Verbrauchswerte, die dann am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. Die Unsicherheit belastet den Markt: Seit der Einführung von WLTP im September 2018 ist der heimische Automobilmarkt regelrecht eingebrochen.

„Der vorliegende Entwurf zur Anpassung der NoVA-Formel wurde lange und gründlich ausverhandelt. Es geht dabei also keinesfalls um ein sog. „Wahlzuckerl“, sondern um eine vernünftige Adaptierung der Formel aufgrund der neuen Rahmenbedingungen“, so Kerle und fügt abschließend hinzu: „Es ist unerlässlich, jetzt verantwortungsbewusst und im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten zu handeln.“

Automobilimporteure: Lösung für NoVA gefordert

NoVA-Anpassung rechtzeitig zum Abschluss bringen – Verdoppelung der NoVA ab 2020 droht – Unsicherheit wirkt sich negativ auf Markt aus

Wien (OTS) Angesichts der innenpolitischen Ereignisse der vergangenen Wochen, appellieren die österreichischen Automobilimporteure an Herrn Bundesminister Eduard Müller, die vorgesehene Anpassung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) noch rechtzeitig zum Abschluss zu bringen. „Ansonsten droht eine durchschnittliche Verdoppelung der NoVA ab 1. Jänner 2020“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure und stellt klar, dass es sich hierbei um eine wohlüberlegte, notwendige und vor allem aufkommensneutrale Adaptierung aufgrund der neuen Rahmenbedingungen handelt. Die drohende massive Steuererhöhung ergibt sich aus der Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchsangaben von Pkw. Denn dadurch fallen die CO2-Werte auf dem Papier nun um 25 Prozent höher aus, was sich entsprechend auf die NoVA auswirkt, die auf diesen offiziellen Verbrauchsangaben basiert. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsregelung, die noch unter dem ehemaligen Finanzminister Hans Jörg Schelling ausgehandelt wurde. Die im Gesetzesentwurf zur Steuerreform 2019/20 vorgesehene Lösung für die Zeit ab 2020 hängt nun aufgrund der politischen Rochaden in der Schwebe. „Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben“, so Kerle.

Aufkommensneutrale Anpassung der NoVA-Formel

Die Unsicherheit über diese drohende Steuererhöhung beeinflusst den Markt massiv. Seit der Umstellung auf WLTP im September 2018 ist der österreichische Automobilmarkt regelrecht eingebrochen. In den ersten fünf Monaten 2019 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Österreich um knapp sechs Prozent zurück. „Die heimische Automobilbranche ist wesentlich für den Standort und unsere Lebensqualität. Sie erwirtschaftet jährlich 43 Mrd. Euro und ist für 450.000 Arbeitsplätze verantwortlich. Es ist dringend nötig, jetzt verantwortungsvoll zu handeln und eine aufkommensneutrale Anpassung der NoVA-Formel vorzunehmen. Ansonsten droht eine massive Steuererhöhung für die Österreicherinnen und Österreicher sowie eine andauernde negative Entwicklung des heimischen Automobilmarktes“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure: Steuerreform bringt höhere Steuern und mehr Komplexität

NoVA steigt um 20 % – Motorbezogene Versicherungssteuer um 10 % – Nicht aufkommensneutral angepasst

Wien (OTS) „Die aktuelle Bundesregierung ist angetreten, die Steuern nicht zu erhöhen sowie die bestehenden Steuern zu vereinfachen – beide Vorhaben wurden leider nicht realisiert“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. „Leider hat auch diese Regierung zudem nicht den Mut für echte Veränderungen aufgebracht. Denn es wäre allerhöchste Zeit, die automotiven Steuern so zu gestalten, dass nicht der Besitz, sondern verstärkt der Gebrauch eines Fahrzeuges besteuert wird. Die Devise ‚Wer mehr fährt, stößt auch mehr CO2 aus und sollte daher mehr bezahlen‘ wäre zeitgemäß und würde dem Ökologisierungsansatz entsprechen. Stattdessen gibt es noch mehr Komplexität bei den Steuersystemen und obendrauf eine saftige Steuererhöhung – mal wieder – für die Autofahrerinnen und Autofahrer.“

NoVA-Erhöhung um 20 %

„Die NoVA-Formel wurde nicht wie angekündigt aufkommensneutral angepasst. Nachdem wir die Ergebnisse der Steuerreform mit unseren Mitgliedern in der Anwendbarkeit überprüft haben, können wir uns den Aussagen des ÖAMTC anschließen, wonach die NoVA-Mehreinnahmen für den Staat bei unverändertem Kaufverhalten und gleichbleibendem Markt künftig rund 150 Mio. Euro betragen werden. Die NoVA wird um durchschnittlich 20 Prozent steigen, was einer Erhöhung von 300 Euro pro Pkw entspricht“, so Kerle. Dabei handle es sich um Durchschnittsberechnungen, für manche Pkw werde die NoVA auch günstiger als bisher ausfallen.

Dies ist schon die zweite NoVA-Erhöhung innerhalb kürzester Zeit. Denn die NoVA ist bereits durch die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP im September 2018 deutlich gestiegen. Trotz Rückgang bei den Neuzulassungen konnte der Staat dadurch Mehreinnahmen in Höhe von 60,8 Mio. Euro aus der NoVA generieren. „Ohne einer Anpassung der Formel hätte sich die NoVA im Schnitt sogar verdoppelt. Aber dennoch: bei einer Erhöhung um 20 Prozent von ‚aufkommensneutral‘ zu sprechen, ist für uns nicht nachvollziehbar“, so Kerle.

„Wir haben dem Finanzministerium in unzähligen Gesprächen und anhand enormer Datenmengen klar nachgewiesen, dass die Verbrauchswerte – auf dem Papier – durch das neue Messverfahren WLTP um mindestens 25 Prozent steigen. Leider wurde diese Tatsache in der neuen NoVA-Formel nicht einmal ansatzweise ausreichend berücksichtigt. Dies gleicht einer Steuererhöhung für die breite Masse. Das ist insofern verwunderlich, da es nicht dem entspricht, womit diese Bundesregierung ursprünglich angetreten ist, nämlich, dass es keine Steuererhöhungen geben wird“, zeigte sich Kerle überrascht. Man habe zudem mehrfach auf die Komplexität der NoVA hingewiesen, welche durch das neue Messverfahren noch einmal erhöht wurde. Für die Händler kaum noch zu handhaben und für die Kunden nahezu undurchschaubar, hätte eine aufkommensneutrale Abschaffung der NoVA die beste Lösung dargestellt.

Auch motorbezogene Versicherungssteuer steigt

An Komplexität gewonnen hat durch die aktuelle Steuerreform auch die motorbezogene Versicherungssteuer, da diese jetzt zusätzlich zur Motorleistung den Faktor CO2 berücksichtigt. „Eine Ökologisierung des Steuersystems ist grundsätzlich sinnvoll und zu befürworten. Sie sollte jedoch aufkommensneutral sein sowie Bürokratie abbauen anstatt zu schaffen – jetzt ist allerdings das Gegenteil der Fall“, so Kerle und weiter: „Durch die Änderungen aus der Steuerreform steigt die motorbezogene Versicherungssteuer um durchschnittlich 10 Prozent und fällt mittlerweile bis zu vier Mal höher aus als in Deutschland.“

Schwieriger Markt

Besonders brisant sowie riskant sei die Steuererhöhung auch deshalb, da der heimische Automobilmarkt seit der Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP regelrecht eingebrochen ist. „Die heimische Automobilbranche ist jedoch wesentlich für den Standort und unsere Lebensqualität. Sie erwirtschaftet jährlich 43 Mrd. Euro und ist für 450.000 Arbeitsplätze verantwortlich. Es ist schade, dass sich die derzeitige Bundesregierung der Bedeutung der heimischen Automobilindustrie nicht bewusst ist und auf Kosten einer Steuererhöhung dem Erfolg dieser Branche im Wege steht“, so Kerle abschließend.

Automobilbranche wertet Lehre auf

Automotive Lehre neu gedacht – vom Lehrling bis zum MBA

Wien (OTS) Um die duale Ausbildung zu modernisieren und einen durchgängigen Karrierepfad vom Lehrling zur Führungskraft zu gewährleisten, haben FH Kufstein und Vertreter der Wirtschaft gemeinsam ein neues Programm zur Aufwertung der Lehre entwickelt. „Die zeitgemäße Aus- und Weiterbildung unserer Lehrlinge ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort. Es ist wichtig, dass die duale Ausbildung Anfangs- und nicht Endstation ist. Daher braucht es gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die an den Bedürfnissen der Unternehmen ausgerichtet sind. Wie in allen Bereichen ist die Digitalisierung auch in der Automobilbranche das bestimmende Thema und deshalb müssen angehende Fach- und Führungskräfte hier auf dem neuesten Wissensstand sein. Daher begrüße ich dieses innovative Ausbildungskonzept, weil es auf die neue Arbeitswelt und die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, der das Konzept am Freitag von Vertretern der Branche und der FH-Kufstein präsentiert wurde.

„Mit dem neuen Programm zum Automobilkaufmann bzw. zur Automobilkauffrau bietet die Business School der FH Kufstein Tirol eine Ausbildung für die Automobilbranche, die sich an den neuen Anforderungen des Marktes orientiert. Zudem gibt es bei diesem Karriereweg keine Sackgassen: Wer möchte, ebnet sich mit dieser Ausbildung den Weg bis hin zur Führungskraft“, so Mag. Diane Freiberger, Vizerektorin der FH Kufstein. „Der große Vorteil liegt darin, dass Lehrlinge sowie Schulabbrecher von höherbildenden Schulen je nach Qualifizierungsgrad in das Stufenmodell einsteigen können und sich bis hin zum Master of Business Administration (MBA) weiterentwickeln können“, betonen auch Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels Ing. Klaus Edelsbrunner und Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik Komm.-Rat Josef Harb die Vorteile des Programms. „Durch diese neue Ausbildung bekommen junge Talente die Chance, ihre Fähigkeiten auszubauen und so in Zukunft zum Erfolg der Branche beizutragen. Die Automobilindustrie befindet sich massiv im Wandel und es ist wesentlich, die jungen Arbeitskräfte auf diese Herausforderungen vorzubereiten und sie bestmöglich auszubilden. Entsprechend positiv wird diese Initiative von allen österreichischen Automobilimporteuren aufgenommen“, so Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung. 

Auf einen Blick

Um die Lehre aufzuwerten, haben die Business School der FH Kufstein (Österreichweites Competence Center Automotive), die WKO, Sparte Handel und Gewerbe, gemeinsam mit Experten aus der Praxis und Vertretern von Berufsschulen und dem Arbeitskreis der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung (IV)

  • die kaufmännische Lehre mit dem Schwerpunkt Automobilkaufmann/-frau
  • und die technische Lehre mit dem Schwerpunkt Serviceverkaufsberater/-in

durch einen hochwertigen Ausbildungsbaustein bestehend aus Berufsschule, Rotationsprogramm im Betrieb & FH Lehrgang erweitert.

Ziele des neuen Ausbildungsmodells

  • Aufwertung der Lehre durch die Kombination Berufsschule und FH-Lehrgang der FH Kufstein (regionale österreichweite Organisation)
  • Aufwertung des Image Autoverkäufer/in & Serviceberater/in
  • Maßgeschneiderte Ausbildungsinhalte für gegenwärtige und künftige Herausforderungen (Digitalisierung, neue Arbeitswelten)
  • Systematischer Karrierepfad – vom Lehrling bis zur Führungskraft
  • Einstieg je nach Qualifizierungsgrad – für alle Zielgruppen möglich
  • Österreichweite Umsetzung

Zielgruppen des Ausbildungsprogramms

  • Schülerinnen und Schüler mit positivem Pflichtschulabschluss
  • Absolventinnen und Absolventen sowie Schulabbrecher von AHS und berufsbildenden Schulen,

die eine Passion für die Automobilbranche und Menschen haben und begleitet durch einen FH Lehrgang dies zu ihrem Beruf machen wollen.

New Way of Learning: Fit für das Autohaus der Zukunft

Der Lehrgang „Automobilkaufmann/-frau“ konzentriert sich auf Kommunikations- und Präsentationstechniken sowie die Beherrschung des Verkaufsprozesses sowohl online wie offline. Im Lehrgang „Service-VerkaufsberaterIn“ liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Service-Kernkompetenzen und Verkaufsskills. Beide Lehrgänge betrachten intensiv das Thema Digitalisierung im Autohaus, das Training im Kundenmanagement machen die TeilnehmerInnen fit für den Verkauf & Service im Autohaus der Zukunft. Moderne Lehr- und Lernformen ermöglichen ein orts- und zeitunabhängiges Lernen und machen es möglich die Ausbildung für ganz Österreich anzubieten.

Die FH Lehrgänge werden an den Standorten Wien, Graz, Kufstein und Salzburg angeboten.

Foto unter folgendem Link downloadbar: https://www.automobilimporteure.at/v2/aktuelles-presse/fotos/

Fotocredit: BMDW/Dolenc

Personen (vlnr):  Dr. Christian Pesau (GF Arbeitskreis der Automobilimporteure/IV), Marianne Sturm, MA (Arbeitskreis der Automobilimporteure/IV), BM Dr. Margarete Schramböck, Mag. Diane Freiberger (Vizerektorin FH Kufstein), Mag. Barbara Weiss (Projektverantwortliche Automotives Ausbildungsprogramm), KR Ing. Klaus Edelsbrunner (Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels/WKO)

 

Automobilimporteure: Förderung der E-Mobilität wesentlich

Angebot der Hersteller gegeben, Kunden noch zögernd – Dennoch Österreich EU-weit an zweiter Stelle bei Neuzulassungen von E-Autos – Erfolgreiche Förderung wird fortgesetzt

Wien (OTS) – „Damit sich die Elektromobilität langfristig am Markt durchsetzen kann, sind Förderungen unentbehrlich. Denn auch wenn das Angebot der Hersteller permanent steigt, ist leider noch nicht absehbar, dass sich das Kundeninteresse ebenfalls in diesem Tempo mitentwickelt. Finanzielle Unterstützung für den Ankauf sowie andere Förderungen sind daher notwendig, um diese neue Technologie am Markt voranzutreiben“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. In den kommenden Jahren werde eine Vielzahl an E-Modellen auf den Markt kommen, die aufgrund ihrer Reichweiten durchaus alltagstauglich sind. Dies sei in erster Linie darauf zurückzuführen, dass den Herstellern immense Strafzahlungen drohen, wenn sie den CO2-Flottendurchschnitt nicht drastisch senken (Stichwort EU-Flottenziele). Dies gelinge nur durch eine deutliche Aufstockung von Elektro- bzw. Hybridfahrzeugen in ihren Flotten.

Anträge für E-Mobilitätsbonus seit 1. März möglich

„Wir freuen uns daher, dass uns gemeinsam mit BMVIT und BMNT eine Neuauflage des Elektromobilitätsbonus gelungen ist. Die Förderung wurde bereits in ihrer Erstauflage sehr gut angenommen, weshalb wir auch jetzt mit einem Erfolg rechnen“, so Kerle. Das Interesse an E-Mobilität sei grundsätzlich gegeben, wenn eben aber noch immer auf einem niedrigen Niveau. So hatte Österreich im Jahr 2018 mit zwei Prozent immerhin den zweithöchsten Anteil an E-Autos bei den Neuzulassungen innerhalb der Europäischen Union.

Seit 1. März können die Anträge für den E-Mobilitätsbonus eingereicht werden. Die Ankaufsförderung beträgt sowohl für Private als auch für Betriebe 3.000,- für reine E-Pkw und 1.500,- Euro für Plug-In-Hybride. Die Obergrenze des Anschaffungspreises ist für Private mit 50.000,- und für Betriebe mit 60.000,- Euro festgesetzt. Die Förderung wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den österreichischen Automobilimporteuren finanziert. Die Abwicklung erfolgt weiterhin über die KPC (Kommunalkredit Public Consulting GmbH).

Nutzfahrzeugimporteure: Klarstellung zum Lkw-Sicherheitsgipfel

Keine Presseaussendung vor Ende des Gipfels – Alle Maßnahmen, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen, werden begrüßt

Wien (OTS) – Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zum Lkw-Sicherheitsgipfel distanziert sich der Arbeitskreis der Automobilimporteure (Ausschuss der Nutzfahrzeuge) in der Industriellenvereinigung von den Vorwürfen, welche gegen ihn erhoben werden. Der Arbeitskreis stellt klar, dass er Teilnehmer des Lkw-Gipfels war und die Ergebnisse im Anschluss und nach dem Ende des Gipfels in einer Presseaussendung begrüßt hat. Der Vorwurf, wonach die Veröffentlichung dieser Presseaussendung bereits vor Ende des Gipfels erfolgt wäre, ist falsch. Leider haben einige Medien dies ohne Gegencheck übernommen. Die Ergebnisse des mehrstündigen Lkw-Sicherheitsgipfels, wonach sich auch das BMVIT für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen als auch für Förderungen zur Umrüstung aussprach, waren allen Teilnehmern bekannt. Die wenig später stattgefundene Pressekonferenz diente dazu, die Medienvertreter zu informieren.

Die österreichischen Nutzfahrzeugimporteure begrüßen alle Maßnahmen, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer und insbesondere jener der Kinder dienen, und sind ebenfalls überzeugt, dass diese Maßnahmen einem breiten, umfassenden Spektrum entspringen müssen.

Der Ausschuss der Nutzfahrzeuge befasst sich mit den besonderen Anliegen der Nutzfahrzeugbranche (ab 3,5 t) in Österreich und ist im Arbeitskreis der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung (IV) angesiedelt. Mitglieder sind die führenden Vertreter der Lkw-und Omnibusmarken DAF, IVECO, Mercedes-Benz, MAN, Renault Trucks, Scania sowie Volvo Trucks.

Importeure/Fahrzeugindustrie begrüßen Ergebnisse des Lkw-Gipfels

Wien (OTS) Die österreichischen Nutzfahrzeugimporteure und der Fachverband der Fahrzeugindustrie begrüßen die Initiative zur Vermeidung von Unfällen in Folge von Sichteinschränkungen bei Lkw. Bereits seit vielen Jahren würden Systeme zur Verbesserung der Sicht im sogenannten „Toten Winkel“ entwickelt. Der begrenzende Faktor lag bisher in der Verfügbarkeit zuverlässig arbeitender Sensoren, daher habe sich die Markteinführung immer wieder verzögert.

„Jede Maßnahme, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient, ist wichtig und daher zu begrüßen. Aber wir müssen klar festhalten: die Technik alleine ist nicht die Lösung“, so Mag. Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure.  „Neben den entsprechenden Assistenzsystemen ist das Thema „Bewusstseinsbildung“ ein wesentlicher Faktor. Beispielsweise führen wir gemeinsam mit den Transporteuren, ÖAMTC, ARBÖ und den Fahrschulen Aktionen für Schulkinder durch, um ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein zu trainieren. Derartige Initiativen sollten stärker fokussiert werden und alle Verkehrsteilnehmer, sowohl Lkw- und Busfahrer, als auch Fußgänger und Radfahrer sowie auch die Politik, als für Infrastrukturmaßnahmen verantwortlicher Sektor, miteinschließen.“

„Wir benötigen jedenfalls einen breiten Ansatz und begrüßen, dass Bundesminister Norbert Hofer Weitsichtigkeit beweist, um auch den Produktionsstandort abzusichern“, so Mag. Andreas Gaggl, Geschäftsführer des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie in der WKÖ.  Es sei positiv zu bewerten, dass sich die Politik auch in diesem Fall für positive Anreize ausspricht. Die österreichischen Nutzfahrzeugimporteure und der Fachverband der Fahrzeugindustrie unterstützen weiterhin den nachträglichen Einbau von Kamerasystemen auf Kundenwunsch. Sicherheitsbewusste Lkw-Betreiber würden Kamerasysteme bereits heute in vorbildlicher Weise verwenden. Soweit diese Systeme von den Herstellern getestet und freigegeben wurden, übernehmen diese auch die volle Haftung für die Funktion im täglichen Betrieb.

Für einen vorzeitigen Einbau habe das Fördermodell in Deutschland sehr positive Effekte erzielt. Dort gibt es finanzielle Unterstützung für den freiwilligen Einbau, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Auch in Österreich sei ein ähnlich positives Echo zu erwarten. „Zahlreiche Anfragen in den Betrieben innerhalb der vergangenen Tage haben gezeigt, dass ein sehr großes Interesse an einem freiwilligen Einbau besteht. Allerdings müssen die Kriterien zur Förderung einfach und klar definiert sein. Die Regelung in Deutschland in dieser Form ist unserer Ansicht nach zu kompliziert und führt zu unnötiger Administration“, so Weinberger.

Eine Einführung von Abbiegeassistenzsystemen werde unterstützt, sofern sie auf dem auf UN-ECE-Ebene erarbeiteten Gesetzesentwurf basiert und anschließend im Rahmen eines EU-Gesetzes erfolgt. „Es ist erfreulich, dass im Rahmen des heutigen Lkw-Gipfels eine sachliche Diskussion geführt wurde und wir hoffen, dass wir diese gute Gesprächsbasis fortführen können“, sind sich Weinberger und Gaggl einig.

E-Mobilitätsbonus wird fortgeführt

Fortsetzung unter nahezu gleichen Bedingungen – Anreize statt Verbote der richtige Weg

Wien (OTS) „Wir freuen uns, dass der E-Mobilitätsbonus, der gemeinsam von Bund (BMVIT, BMNT) und den Automobilimporteuren getragen wird, über 2018 hinaus fortgeführt wird. Denn jede Maßnahme, die dazu dient, saubere Mobilität auf die Straße zu bringen, ist wichtig und daher zu begrüßen“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Der Bonus wird zu nahezu gleichen Bedingungen in den Jahren 2019/2020 weitergeführt. Die Ankaufsförderung beträgt sowohl für Private als auch für Betriebe 3.000,- für reine E-Pkw und 1.500,- Euro für Plug-In-Hybride. Die Obergrenze des Anschaffungspreises ist für Private mit 50.000,- und für Betriebe mit 60.000,- festgesetzt. Die Förderung wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den österreichischen Automobilimporteuren finanziert. Die Abwicklung erfolgt weiterhin über die KPC (Kommunalkredit Public Consulting GmbH).

„Gerade in den kommenden Jahren wird eine Vielzahl an neuen E-Modellen auf den Markt kommen, die aufgrund ihrer erhöhten Reichweiten durchaus alltagstauglich sind. Das liegt in erster Linie auch an den strengen CO2-Flottenvorgaben, welche die Automobilhersteller einhalten müssen“, so Kerle. Dennoch befinden sich die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen auf einem niedrigen Niveau, wenngleich die Zulassungen permanent steigen. Von Jänner bis November 2018 sind knapp 6.200 reine E-Autos in Österreich neuzugelassen worden. Das entspricht 1,9 Prozent der Gesamtzulassungen. Der Anteil am Gesamtbestand beträgt 0,4 Prozent.

Incentives für Marktdurchdringung wesentlich

„Wir sind überzeugt, dass die Ankaufsförderung wesentlich zur Marktdurchdringung beitragen kann. Anders als in anderen Ländern wird die Förderung in Österreich auch sehr gut angenommen. Insgesamt sind seit dem Start der Förderung 2017 über 14.000 Anträge eingegangen“, so Kerle und weiter: „Wir begrüßen, dass sich die aktuelle Bundesregierung für Anreize und gegen Verbote ausspricht. Die Zusammenarbeit mit den Ministerien ist durchwegs effizient und produktiv. Die Fortführung des E-Mobilitätsbonus ist ein weiteres Beispiel dafür.“

Automobilimporteure begrüßen E-Mobilitätsoffensive der Bundesregierung

Wien (OTS) „Jede Maßnahme, die dazu dient, saubere Mobilität auf die Straße zu bringen, ist wichtig und zu begrüßen“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure zu den heute, Mittwoch, von Umweltministerin Elisabeth Köstinger und Verkehrsminister Norbert Hofer im Ministerrat präsentierten Bevorzugungen und Anreize für die Nutzer von Elektroautos. „Ebenso wie die beiden zuständigen Bundesminister sind auch wir der Überzeugung, dass es besser ist, Anreize zu schaffen, anstatt Verbote zu setzen“, so Kerle. Elektroautos sind lokal emissionsfrei und können daher einen wichtigen Beitrag leisten, um die in der Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung festgelegten Ziele zu erreichen.

E-Mobilitätsbonus verlängern

„Wir gehen davon aus, dass die geplanten Ausnahmen vom sogenannten „Luft-100er“ und von Parkgebühren, die Öffnung der Busspuren sowie die Bevorzugung bei der Nutzung von Parkflächen Anreize zum Umstieg auf Elektroautos darstellen können. Im Gegensatz zu beispielsweise Deutschland werden hier in Österreich Anreize und Förderungen sehr gut angenommen, das können wir auch beim E-Mobilitätsbonus sehen“, so Kerle. Der E-Mobilitätsbonus ist Teil des 2016 präsentierten E-Mobilitätspakets und wird zu Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den österreichischen Automobilimporteuren getragen. „Wir sprechen uns klar für eine Fortführung des E-Mobilitätsbonus über 2018 hinaus aus. Denn gerade in den nächsten Jahren kommt eine Vielzahl an neuen Modellen auf den Markt, die aufgrund ihrer Reichweite definitiv schon alltagstauglich sind. Die heimischen Automobilimporteure sind jedenfalls auch künftig bereit, die Anschaffung von Zero-Emission-Fahrzeugen zu fördern“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure zum neuen Abgastest WLTP

Autoindustrie begrüßt neues Verfahren – Längere Lieferzeiten, schwierige Preisangaben und höhere NoVA durch überhastete Einführung

Wien (OTS) Wie bekannt, gilt ab 1. September der neue Abgastest WLTP zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchswerte von Pkw. WLTP löst den alten Messzyklus NEFZ ab und soll dazu dienen, realitätsnähere Verbrauchsangaben zu liefern. „Die Autoindustrie ist gut für die Umstellung gerüstet und begrüßt das neue, realitätsnähere Messverfahren WLTP. Dennoch gilt es insbesondere aufgrund der überhasteten Einführung – natürliche Produktionszyklen und Planbarkeit für die Hersteller wurden von der EU-Kommission bei der Regulierung nicht ausreichend bzw. erst sehr spät berücksichtigt – einige Punkte zu beachten“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle.

Längere Lieferzeiten, schwierige Preisangaben

Zum einen komme es derzeit bei vielen Herstellern zu außergewöhnlich langen Lieferzeiten. „Alle Modelle müssen neu geprüft werden, inklusive allen einzelnen Modellvarianten, die sich aufgrund diverser Ausstattungs-, Motorisierungsmöglichkeiten etc. unterscheiden“, so Kerle. Die Zertifizierung erfolgt nicht bei den Herstellern selbst, sondern bei zertifizierten Instituten – so gut wie alle Prüfstände sind auf lange Zeit ausgelastet.

Kerle weiter: „Das neue Messverfahren WLTP berücksichtigt all diese Zusatzoptionen, dadurch fällt auch die NoVA (Normverbrauchsabgabe) für jedes Fahrzeug individuell aus. Da nicht alle Modelle rechtzeitig geprüft werden können, ist es dem Händler teilweise nicht einmal möglich, dem Kunden derzeit den endgültigen Kaufpreis mitzuteilen.“ Die NoVA wird bei der Erstzulassung fällig und auf Basis der CO2-Emissionen berechnet, die direkt an den Verbrauch gekoppelt sind.

Wie bereits mehrfach thematisiert, wird zudem die NoVA durch den realitätsnäheren Messzyklus deutlich höher ausfallen als bisher – der Kaufpreis eines Neuwagens wird im Durchschnitt bereits ab September um mehrere hundert Euro steigen. Dabei hat sich beim tatsächlichen Fahrzeug nichts geändert, die Erhöhung ist rein auf die neuen Messparameter im Rahmen des WLTP-Messverfahrens zurückzuführen.

„Grundsätzlich sollten die automotiven Steuern, wie sie derzeit existieren und vielseits veraltet sind, einer Prüfung unterzogen werden. Wie bereits mehrfach gefordert, wäre es vernünftig, die künftige Besteuerung vermehrt von den Faktoren Nutzung und Verbrauch anstatt von Besitz und Leistung abhängig zu machen“, so Kerle abschließend.