Automobilimporteure: Anpassung Kfz-Steuern ab 2020

„Wir freuen uns, dass die Anpassung der automotiven Steuern an das neue Messverfahren WLTP nun abgeschlossen ist. Es war ein langer Prozess aber letztendlich ist es gelungen, Rechtssicherheit zu schaffen und eine aufkommensneutrale Lösung für die Kunden zu finden. Ansonsten hätte eine durchschnittliche Steuererhöhung von 20 Prozent für die Autofahrerinnen und Autofahrer gedroht“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

Demnach wird sowohl die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die motorbezogene Versicherungssteuer als auch die Sachbezugsregelung zur privaten Nutzung eines Dienstwagens im kommenden Jahr an die neuen Verbrauchswerte angepasst. Nachstehend die Details zur Information.

NoVA

Die NoVA-Formel wird ab 1. Jänner 2020 folgendermaßen geändert:

(CO2-Emission [g/km] – 115) : 5 = Steuersatz [%] 


Zero-Emission-Fahrzeuge wie E-Autos sind somit auch weiterhin von der NoVA ausgenommen.

Der Höchststeuersatz bleibt bei 32 Prozent, ein Fixbetrag in der Höhe von 350 Euro ist abzuziehen. Für besonders verbrauchsstarke Pkw mit CO2-Emissionen über 275 g/km erhöht sich die NoVA um 40 Euro je g/km über dem Grenzwert. Beginnend ab 1. Jänner 2021 wird der Wert 115 jeweils um den Wert drei jährlich abgesenkt.

Motorbezogene Versicherungssteuer

Die motorbezogene Versicherungssteuer wird mit 1. Oktober 2020 geändert und soll nun erstmals aus ökologischen Gründen auch den Faktor CO2-Ausstoß berücksichtigen. Die neue Formel sieht somit wie folgt aus:

(kW – 65) * 0,72 + (CO2 – 115) * 0,72 = monatliche Steuer

Für beide Werte wird ein Mindeststeuersatz von 7,20 Euro pro Monat festgelegt. Der Zuschlag für die monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Zahlweise entfällt künftig. Auch bei der motorbezogenen Versicherungssteuer soll der Abzugsbetrag (CO2-Ausstoß) jährlich um 3 g/km bzw. für die Motorleistung jährlich um 1 kW ab 2021 absinken.

Sachbezug

Ebenfalls wurde eine entsprechende Anpassung der SachbezugswerteVO vorgenommen. Ab 1. April 2020 (aus administrativen Gründen nicht früher möglich) gilt der neue Grenzwert von 141 g nach WLTP, bis 31. März 2020 gilt weiterhin der Grenzwert von 118 g nach NEFZ. Dieser Wert verringert sich beginnend ab dem Kalenderjahr 2021 bis 2025 um jährlich 3 Gramm.

Automobilimporteure: Ökobilanzforderungen realitätsfern

Wien (OTS) „Wir begrüßen grundsätzlich den Ansatz, bei der Debatte rund um die Effizienz von Antriebssystemen auch die Gesamtökobilanz bei der Bewertung heranzuziehen. Eine konkrete Angabe für jedes einzelne Fahrzeug ist jedoch völlig realitätsfern. Denn hier ist die Thematik dieselbe wie bei den offiziellen Verbrauchsangaben: Auch Gesamtökobilanzangaben könnten, wenn überhaupt nur einen statistischen Mittelwert unter bestimmten Parametern darstellen“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure in Reaktion auf die heute, Freitag, stattgefundene Diskussion in der Arbeiterkammer.

Unzählige Faktoren spielen bei der Ökobilanz eine wesentliche Rolle. In der Produktionsphase bspw. würde sich die Fahrzeugherstellung derzeit klar in Richtung bilanziell CO2-neutrale Produktion entwickeln. Laufende Verbesserungen seien hier zu erwarten. In der Nutzungsphase hänge die Bilanz wiederum ganz stark vom Fahrverhalten des einzelnen Fahrers ab. Zudem spiele die Art und Weise der Kraftstoffbetankung eine Rolle, da es einen großen Unterschied macht, ob und welcher Anteil an biogenem Kraftstoff beigemengt wurde und bei E-Autos insbesondere auch woher der Strom kommt, welcher am Ende dann getankt wird. „Hier eine seriöse Angabe zur Gesamtökobilanz zu fordern, ist schlicht realitätsfremd“, kritisiert Kerle.

Realitätsnahe Verbrauchsangaben bereits heute

Bereits heute gibt es einen klaren rechtlichen Rahmen, welcher von der EU – „Car Labelling Directive“ bis zum Pkw-Verbraucherinformationsgesetz (Pkw-VIG) reicht und sicherstellen soll, dass den Kunden transparente, sachdienliche und einheitliche Informationen über den Verbrauch sowie die CO2-Emissionen eines Pkw zur Verfügung stehen. In der Umsetzung beinhaltet dies beispielsweise das verpflichtende Hinweisblatt am Fahrzeug im Schauraum, welches markenübergreifend einheitlich gestaltet ist und alle relevanten Informationen diesbezüglich enthält. Des Weiteren wurde die Seite www.autoverbrauch.at erstellt, mithilfe welcher man sich auch online schnell und einfach über die Verbrauchsangaben informieren sowie einzelne Modelle vergleichen kann.

Real- vs. Normverbrauchs-Debatte entbehrlich

„Dass die Verbrauchswerte im Straßenverkehr jedoch nicht eins zu eins dem angegebenen Normverbrauch entsprechen, liegt in der Natur der Sache. Denn kein Labortest kann ausnahmslos den realen Verbrauch auf der Straße widerspiegeln. Die Normangaben sollten in erster Linie der Vergleichbarkeit unterschiedlicher Modelle dienen, damit sich der Kunde für das verbrauchs- und emissionsärmere Fahrzeug entscheiden kann. Dies ist jedenfalls gegeben, da alle Fahrzeuge unter den gleichen Voraussetzungen getestet werden“, stellt Kerle klar. Dennoch habe man sich dieser Thematik angenommen und das neue Messverfahren WLTP eingeführt, um realitätsnähere Angaben zu erzielen und die Differenz zwischen Norm- und Realverbrauch zu verringern.

Sachliche Debatte über Antriebsformen führen

„Wirklich wichtig hingegen wäre, endlich wegzukommen von dieser emotional geführten Debatte und wieder vermehrt zu einer sachlichen Diskussionsbasis zu gelangen. Im Zuge dessen müsste mehr differenziert und dahingehend sensibilisiert werden, was Rohstoffe, Recycling und Standortüberlegungen betrifft. Eine technologieoffene Forschung und Politik sind daher wesentlich, um die Mobilität und auch den Standort fit für die Zukunft zu machen. Im Gegenzug dazu sind überbordende und realitätsfremde Forderungen bzw. Gold Plating zu vermeiden“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure begrüßen Anpassung der NoVA

Änderungen bei NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer wichtig und richtig – Sachbezugsregelung ebenfalls so rasch wie möglich anpassen

Wien (OTS) „Wir begrüßen die gestern im Nationalrat beschlossene, großteils aufkommensneutrale Anpassung der NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer. Damit konnte noch rechtzeitig verhindert werden, dass sich Fahrzeuge ab 1. Jänner 2020 massiv verteuern“, zeigt sich Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, über die gestern, Donnerstag, vom Nationalrat beschlossenen Anpassungen im Rahmen der Steuerreform erfreut. Die Änderung der Formeln wurde aufgrund der Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchswerte von Pkw notwendig.

„Wichtig ist nun, parallel dazu auch die Sachbezugsregelung so rasch wie möglich an das neue Messverfahren anzupassen“, fordert Kerle. Denn die Problematik ist in diesem Fall dieselbe: Auch hier werden die offiziellen Verbrauchswerte, die durch das neue Messverfahren am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. „Rechtssicherheit über ein stabiles Preisniveau ist sowohl für die österreichische Automobilwirtschaft als auch für die Autofahrerinnen und Autofahrer wesentlich“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure: Notwendige Anpassung der automotiven Steuern auf den Weg bringen

Wien (OTS) In der morgigen Sitzung des Budgetausschusses soll der nächste wichtige Schritt in Richtung Umgestaltung der NoVA und motorbezogenen Versicherungssteuer getan werden. „Wir begrüßen diese geplanten Formel-Anpassungen, die sich aus der Umstellung auf das neue Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der Verbrauchswerte von Pkw ergeben. Denn ohne Anpassung würde sich bspw. die NoVA ab 2020 durchschnittlich verdoppeln, was eine drastische Steuererhöhung für die breite Masse bedeuten würde“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Der Entwurf sieht jeweils eine Formelanpassung an die neuen Verbrauchsangaben sowie einen stärkeren Fokus auf den Faktor CO2 vor.

Es sei wichtig, Rechtssicherheit über ein stabiles Preisniveau beim Neuwagenkauf zu gewährleisten. „Dem allerdings wirkt wiederum die geplante Steuererhöhungsautomatik entgegen. Denn diese sieht vor, dass sowohl die NoVA als auch die motorbezogene Versicherungssteuer jährlich für neuzugelassene Pkw steigen sollen, was denselben Pkw-Kauf innerhalb von wenigen Monaten verteuern würde. Dieser Tatsache sollte sich der Budgetausschuss morgen dringend noch einmal annehmen. Denn die Autofahrerinnen und Autofahrer haben die Grenze der finanziellen Belastbarkeit bereits jetzt erreicht“, so Kerle und fügt abschließend hinzu: „Nach den notwendigen Adaptierungen bei der NoVA und motorbezogenen Versicherungssteuer muss anschließend auch die Sachbezugsregelung wie geplant angepasst werden, da die Problematik in diesem Fall seit der Umstellung auf WLTP dieselbe ist.“

Nutzfahrzeugimporteure weisen auf Risiko bei vorzeitiger Einführung von Abbiegeassistenten hin

Wien (OTS) „Die Sicherheit im Straßenverkehr hat auch für die Lkw-Hersteller höchste Priorität, weshalb laufend Systeme entwickelt werden, welche der Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr dienen. Jedoch warnen wir vor einer verpflichtenden Einführung von Assistenzsystemen, da Nachrüstlösungen derzeit oftmals noch nicht ausreichend von den Herstellern erprobt und vollständig freigegeben wurden“, so Mag. Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure als Reaktion auf das von den Wiener „Grünen“ in Aussicht gestellte Fahrverbot für Lkw ohne Abbiegeassistenten ab 2020 in Wien.

„Zahlreiche Kunden lassen bereits heute freiwillig Abbiegeassistenten in ihre Fahrzeuge einbauen. Qualität und Funktionalität der am freien Markt verfügbaren Nachrüstsysteme sind dabei aber mangels einer einheitlichen gesetzlichen Norm sehr unterschiedlich. Bei einer verpflichtenden Einführung möchten wir darauf hinweisen, dass die meisten Systeme von den Herstellern noch nicht ausreichend getestet werden konnten und daher die Funktion im Fahrzeugbetrieb nicht garantiert werden kann. Die Erprobung von Fahrassistenzsystemen erfordert einen umfangreichen Praxiseinsatz über einen langen Zeitraum, damit ihre Funktion in sämtlichen Situationen sichergestellt werden kann. Erst danach können wir die Assistenzsysteme freigeben und damit auch die volle Verantwortung sowie Gewährleistung übernehmen“, stellt Weinberger klar.

Bewusstsein stärken

„Grundsätzlich unterstützen wir jede Maßnahme, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient und entsprechend auch die Einführung von Abbiegeassistenzsystemen, wie sie die EU-Gesetzgebung vorsieht. Die technische Definition wird derzeit auf Basis einer umfassenden UN-ECE-Regelung erarbeitet“, so Weinberger.

Mindestens genauso wichtig wie wirkungsvoll sei aber der Faktor Bewusstseinsbildung. „Gemeinsam mit den Transporteuren, ÖAMTC, ARBÖ und den Fahrschulen führen wir beispielsweise Aktionen für Schulkinder durch, um ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein zu trainieren. Derartige Initiativen, welche alle Verkehrsteilnehmer, sowohl Lkw- und Busfahrer, als auch Fußgänger und Radfahrer, sowie die Politik miteinschließen, sollten stärker fokussiert werden“, fordert Weinberger abschließend.

Automobilimporteure begrüßen Vorschlag einer neuerlichen Ökoprämie

Wien (OTS) Die österreichischen Automobilimporteure begrüßen den heutigen Diskussionsvorschlag, neuerlich eine Ökoprämie einzuführen. „Das wäre ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz, immerhin sind noch mehr als eine Million Fahrzeuge der Abgasklassen Euro 3 und älter auf Österreichs Straßen unterwegs“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure Günther Kerle. „Diese von der Straße zu bringen und durch saubere moderne Fahrzeuge der letzten Abgasnorm zu ersetzen, hat schon 2009 sehr gut funktioniert und wäre auch ein positives Zeichen, um die österreichische Automobilwirtschaft zu stärken, die immerhin für bis zu 450.000 Arbeitsplätze und ein Bruttoinlandsprodukt von 11 Prozent verantwortlich ist. Die österreichischen Automobilimporteure sowie der Fahrzeughandel wären jedenfalls bereit, sich wie 2009 entsprechend an einer allfälligen Ökoprämie zu beteiligen“, betont Kerle abschließend.

Automobilimporteure begrüßen NoVA-Lösung

ÖVP und FPÖ bringen notwendige Adaptierung der Formel auf den Weg – Auch Sachbezugsregelung wird angepasst

Wien (OTS) „Wir begrüßen die Ankündigung zur Umgestaltung der NoVA, die eine Anpassung der Formel ab 2020 vorsieht. ÖVP und FPÖ beweisen Weitsicht, indem sie die Maßnahme heute auf den parlamentarischen Weg bringen“, zeigt sich Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, erfreut über die entsprechende Ankündigung. „Ohne diese Maßnahme würde sich die NoVA ab 2020 durchschnittlich verdoppeln, was eine drastische Steuererhöhung für die breite Masse bedeuten würde. Die von ÖVP und FPÖ initiierte Anpassung ist wichtig und richtig. Denn nun gibt es endlich Rechtssicherheit darüber, dass das Preisniveau beim Neuwagenkauf stabil bleibt“, so Kerle. Die lange Unsicherheit, wie es mit der NoVA ab 2020 weitergeht, hat den Markt zuletzt massiv beeinträchtigt. Im ersten Halbjahr musste der österreichische Automobilmarkt einen Rückgang von knapp neun Prozent verzeichnen.

An das neue Messverfahren angepasst wird auch die Sachbezugsregelung. Denn in diesem Fall werden ebenfalls die offiziellen Verbrauchswerte, die durch das neue Messverfahren am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. Änderungen gibt es auch bei der motorbezogenen Versicherungssteuer, die künftig zusätzlich zur Motorleistung auch den Faktor CO2 berücksichtigt. „Wir befürworten diese Anpassung im Sinne einer Ökologisierung des Steuersystems, auch wenn durch die zusätzliche Komponente der Bürokratieaufwand jedenfalls nicht abnimmt“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure erneuern Forderung nach rascher NoVA-Lösung

Kein „Wahlzuckerl“, sondern vernünftige Anpassung der Formel – Übergangsregelung bringt keine langfristige Rechtssicherheit

Wien (OTS) „Die derzeit herrschende Unsicherheit, wie es mit der NoVA weitergeht, belastet den Markt massiv. Es ist daher höchste Zeit, eine Lösung für die Anpassung der NoVA-Formel zu finden und die Details auch zu kommunizieren. Ein gemeinsam mit dem Finanzministerium ausverhandelter und bereits begutachteter Entwurf liegt am Tisch und bedarf nur noch der Beschlussfassung“, erneuert der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, seine Forderung nach einer raschen Anpassung der NoVA-Formel.

„Wir brauchen endlich Klarheit, denn sowohl die Automobilwirtschaft als auch die Kunden müssen wissen, welche Regelung ab 2020 gilt. Eine bloße Übergangsregelung hingegen bringt keine langfristige Rechtssicherheit und konterkariert auch die breite Forderung, ab nächstem Jahr die realistischeren WLTP-Werte auszuweisen“, so Kerle.

Vernünftige Anpassung aufgrund neuer Rahmenbedingungen

Der Handlungsbedarf bei der NoVA zeichnet sich bereits seit Jahren ab. Hintergrund dafür ist die Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchsangaben von Pkw. Denn dadurch fallen die CO2-Werte auf dem Papier nun um durchschnittlich 25 Prozent höher aus, was sich entsprechend auf die NoVA auswirkt, die auf diesen offiziellen Verbrauchsangaben basiert. Ohne Anpassung würde sich die NoVA ab 2020 durchschnittlich verdoppeln. Entsprechend gilt es auch eine Anpassung bei der Sachbezugsregelung vorzunehmen. Denn in diesem Fall werden ebenfalls die offiziellen Verbrauchswerte, die dann am Papier höher ausfallen, als Basis zur Berechnung des zu leistenden Sachbezuges herangezogen. Die Unsicherheit belastet den Markt: Seit der Einführung von WLTP im September 2018 ist der heimische Automobilmarkt regelrecht eingebrochen.

„Der vorliegende Entwurf zur Anpassung der NoVA-Formel wurde lange und gründlich ausverhandelt. Es geht dabei also keinesfalls um ein sog. „Wahlzuckerl“, sondern um eine vernünftige Adaptierung der Formel aufgrund der neuen Rahmenbedingungen“, so Kerle und fügt abschließend hinzu: „Es ist unerlässlich, jetzt verantwortungsbewusst und im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten zu handeln.“

Automobilimporteure: Lösung für NoVA gefordert

NoVA-Anpassung rechtzeitig zum Abschluss bringen – Verdoppelung der NoVA ab 2020 droht – Unsicherheit wirkt sich negativ auf Markt aus

Wien (OTS) Angesichts der innenpolitischen Ereignisse der vergangenen Wochen, appellieren die österreichischen Automobilimporteure an Herrn Bundesminister Eduard Müller, die vorgesehene Anpassung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) noch rechtzeitig zum Abschluss zu bringen. „Ansonsten droht eine durchschnittliche Verdoppelung der NoVA ab 1. Jänner 2020“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure und stellt klar, dass es sich hierbei um eine wohlüberlegte, notwendige und vor allem aufkommensneutrale Adaptierung aufgrund der neuen Rahmenbedingungen handelt. Die drohende massive Steuererhöhung ergibt sich aus der Umstellung auf ein neues Messverfahren (WLTP) zur Ermittlung der offiziellen Verbrauchsangaben von Pkw. Denn dadurch fallen die CO2-Werte auf dem Papier nun um 25 Prozent höher aus, was sich entsprechend auf die NoVA auswirkt, die auf diesen offiziellen Verbrauchsangaben basiert. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsregelung, die noch unter dem ehemaligen Finanzminister Hans Jörg Schelling ausgehandelt wurde. Die im Gesetzesentwurf zur Steuerreform 2019/20 vorgesehene Lösung für die Zeit ab 2020 hängt nun aufgrund der politischen Rochaden in der Schwebe. „Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben“, so Kerle.

Aufkommensneutrale Anpassung der NoVA-Formel

Die Unsicherheit über diese drohende Steuererhöhung beeinflusst den Markt massiv. Seit der Umstellung auf WLTP im September 2018 ist der österreichische Automobilmarkt regelrecht eingebrochen. In den ersten fünf Monaten 2019 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Österreich um knapp sechs Prozent zurück. „Die heimische Automobilbranche ist wesentlich für den Standort und unsere Lebensqualität. Sie erwirtschaftet jährlich 43 Mrd. Euro und ist für 450.000 Arbeitsplätze verantwortlich. Es ist dringend nötig, jetzt verantwortungsvoll zu handeln und eine aufkommensneutrale Anpassung der NoVA-Formel vorzunehmen. Ansonsten droht eine massive Steuererhöhung für die Österreicherinnen und Österreicher sowie eine andauernde negative Entwicklung des heimischen Automobilmarktes“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure: Steuerreform bringt höhere Steuern und mehr Komplexität

NoVA steigt um 20 % – Motorbezogene Versicherungssteuer um 10 % – Nicht aufkommensneutral angepasst

Wien (OTS) „Die aktuelle Bundesregierung ist angetreten, die Steuern nicht zu erhöhen sowie die bestehenden Steuern zu vereinfachen – beide Vorhaben wurden leider nicht realisiert“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. „Leider hat auch diese Regierung zudem nicht den Mut für echte Veränderungen aufgebracht. Denn es wäre allerhöchste Zeit, die automotiven Steuern so zu gestalten, dass nicht der Besitz, sondern verstärkt der Gebrauch eines Fahrzeuges besteuert wird. Die Devise ‚Wer mehr fährt, stößt auch mehr CO2 aus und sollte daher mehr bezahlen‘ wäre zeitgemäß und würde dem Ökologisierungsansatz entsprechen. Stattdessen gibt es noch mehr Komplexität bei den Steuersystemen und obendrauf eine saftige Steuererhöhung – mal wieder – für die Autofahrerinnen und Autofahrer.“

NoVA-Erhöhung um 20 %

„Die NoVA-Formel wurde nicht wie angekündigt aufkommensneutral angepasst. Nachdem wir die Ergebnisse der Steuerreform mit unseren Mitgliedern in der Anwendbarkeit überprüft haben, können wir uns den Aussagen des ÖAMTC anschließen, wonach die NoVA-Mehreinnahmen für den Staat bei unverändertem Kaufverhalten und gleichbleibendem Markt künftig rund 150 Mio. Euro betragen werden. Die NoVA wird um durchschnittlich 20 Prozent steigen, was einer Erhöhung von 300 Euro pro Pkw entspricht“, so Kerle. Dabei handle es sich um Durchschnittsberechnungen, für manche Pkw werde die NoVA auch günstiger als bisher ausfallen.

Dies ist schon die zweite NoVA-Erhöhung innerhalb kürzester Zeit. Denn die NoVA ist bereits durch die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP im September 2018 deutlich gestiegen. Trotz Rückgang bei den Neuzulassungen konnte der Staat dadurch Mehreinnahmen in Höhe von 60,8 Mio. Euro aus der NoVA generieren. „Ohne einer Anpassung der Formel hätte sich die NoVA im Schnitt sogar verdoppelt. Aber dennoch: bei einer Erhöhung um 20 Prozent von ‚aufkommensneutral‘ zu sprechen, ist für uns nicht nachvollziehbar“, so Kerle.

„Wir haben dem Finanzministerium in unzähligen Gesprächen und anhand enormer Datenmengen klar nachgewiesen, dass die Verbrauchswerte – auf dem Papier – durch das neue Messverfahren WLTP um mindestens 25 Prozent steigen. Leider wurde diese Tatsache in der neuen NoVA-Formel nicht einmal ansatzweise ausreichend berücksichtigt. Dies gleicht einer Steuererhöhung für die breite Masse. Das ist insofern verwunderlich, da es nicht dem entspricht, womit diese Bundesregierung ursprünglich angetreten ist, nämlich, dass es keine Steuererhöhungen geben wird“, zeigte sich Kerle überrascht. Man habe zudem mehrfach auf die Komplexität der NoVA hingewiesen, welche durch das neue Messverfahren noch einmal erhöht wurde. Für die Händler kaum noch zu handhaben und für die Kunden nahezu undurchschaubar, hätte eine aufkommensneutrale Abschaffung der NoVA die beste Lösung dargestellt.

Auch motorbezogene Versicherungssteuer steigt

An Komplexität gewonnen hat durch die aktuelle Steuerreform auch die motorbezogene Versicherungssteuer, da diese jetzt zusätzlich zur Motorleistung den Faktor CO2 berücksichtigt. „Eine Ökologisierung des Steuersystems ist grundsätzlich sinnvoll und zu befürworten. Sie sollte jedoch aufkommensneutral sein sowie Bürokratie abbauen anstatt zu schaffen – jetzt ist allerdings das Gegenteil der Fall“, so Kerle und weiter: „Durch die Änderungen aus der Steuerreform steigt die motorbezogene Versicherungssteuer um durchschnittlich 10 Prozent und fällt mittlerweile bis zu vier Mal höher aus als in Deutschland.“

Schwieriger Markt

Besonders brisant sowie riskant sei die Steuererhöhung auch deshalb, da der heimische Automobilmarkt seit der Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP regelrecht eingebrochen ist. „Die heimische Automobilbranche ist jedoch wesentlich für den Standort und unsere Lebensqualität. Sie erwirtschaftet jährlich 43 Mrd. Euro und ist für 450.000 Arbeitsplätze verantwortlich. Es ist schade, dass sich die derzeitige Bundesregierung der Bedeutung der heimischen Automobilindustrie nicht bewusst ist und auf Kosten einer Steuererhöhung dem Erfolg dieser Branche im Wege steht“, so Kerle abschließend.