E-Mobilität – Bereits über 5.000 Förderanträge für E-Fahrzeuge

Verkehrsministerium, Umweltministerium sowie Automobil- und Zweiradimporteure fördern Kauf von E-Fahrzeugen mit bis zu 4.000 Euro

Wien (OTS) – Seit dem Start der Förderaktion des Bundes für Elektrofahrzeuge sind bereits 5.003 Anträge eingegangen. Davon entfallen 2.483 Anträge auf Privatpersonen und 2.520 auf Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine. Die beiden Ministerien unterstützen den Kauf von Elektrofahrzeugen gemeinsam mit den Automobilimporteuren, der ARGE2Rad und dem Sportfachhandel seit 1. März. Privatpersonen werden beim Kauf eines reinen Elektroautos mit bis zu 4.000 Euro unterstützt.

Dazu Umweltminister Andrä Rupprechter: „5.000 Förderanträge beweisen, wie groß das Interesse an klimafreundlicher Mobilität ist. Mit dem 72-Millionen-Euro-Förderpaket hat die E-Mobilität Fahrt aufgenommen. Österreich ist Spitzenreiter in Europa bei den Neuzulassungen von E-Autos. Mein Ressort fördert bereits seit zehn Jahren die E-Mobilität. Damit bringen wir die Mobilitätswende in Schwung.“

Verkehrsminister Jörg Leichtfried: „Elektromobilität wird alltagstauglich: Mehr als 16.000 reine Elektroautos und Plug-in-Hybride sind bereits auf den heimischen Straßen unterwegs. Mein Ziel ist, bis 2030 die CO2-Emissionen im Verkehr um ein Viertel zu senken. Damit die Mobilitätswende gelingt, braucht es saubere Autos wie das E-Auto, aber auch mehr Geld für die Öffis und eine bessere Infrastruktur, etwa flächendeckend E-Tankstellen in ganz Österreich. Das setzen wir um.“

4.208 Anträge für E-Pkw, 795 Anträge für E-Zweiräder

Alleine für die Förderung von E-Pkw gingen 4.208 Anträge ein. Davon entfallen 3.691 auf reine Elektroautos (88 Prozent) und 517 auf Plug-in-Hybride und „Range Extender“. „Die Zahlen zeigen klar und deutlich, dass mit der Maßnahme ein wichtiger und richtiger Schritt in Richtung ‚alternative Antriebe‘ getätigt wurde. Die Österreicherinnen und Österreicher nehmen die Elektromobilität sehr gut an – die Förderung ist daher ein voller Erfolg“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Man sei von Anfang an überzeugt gewesen, dass eine derartige Förderung in Kombination mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur den notwendigen Impuls setzen und die Elektromobilität entsprechend vorantreiben kann. Von Jänner bis August wurden in Österreich 3.619 E-Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Plus von 45,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Derzeit sind schon über 13.000 E-Autos auf Österreichs Straßen unterwegs, der Anteil an den Neuzulassungen liegt bei 1,5 Prozent – Österreich ist damit Spitzenreiter innerhalb der Europäischen Union.

„Die Förderung der Elektromobilität stellt im Zweiradbereich bereits im ersten Jahr eine Erfolgsgeschichte dar. Mit einem Anteil von bereits über 3,5 Prozent am Gesamtmarkt und einer Steigerung von 60 Prozent zum Jahr 2016 befindet sich Österreich im europäischen Spitzenfeld. 795 Anträge bei knapp 1.250 verkauften Fahrzeugen sind ein Garant für die Akzeptanz dieses neuen Segmentes auf dem Moped- und Motorradmarkt“, so Karin Munk, Generalsekretärin der Arge2Rad.

In der Bundesländerrangliste liegt Niederösterreich mit 1.218 Förderansuchen an der Spitze. Dahinter folgen Oberösterreich mit 910 Anträgen und die Steiermark mit 817 Anträgen.

Zur Förderung

Um die Mobilitätswende aktiv voranzutreiben, haben BMLFUW und bmvit im Zeitraum 2017-2018 das umfangreiche „Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich“ in Zusammenarbeit mit den Automobilimporteuren, den Zweiradimporteuren und dem österreichischen Sportfachhandel ins Leben gerufen. Die Abwicklung der Förderungen erfolgt im Rahmen der bewährten Förderinstrumente Umweltförderung im Inland, klimaaktiv mobil und des Klima- und Energiefonds. Als One-Stop Shop Abwicklungsstelle fungiert die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC), die Registrierung und Einreichung erfolgt online unter www.umweltfoerderung.at.

Der private Kauf von Autos mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb wird mit 4.000 Euro gefördert. Käuferinnen und Käufer von Plug-In-Hybridfahrzeugen oder Range Extender erhalten 1.500 Euro. Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine werden bei der Anschaffung von reinen Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen mit 3.000 Euro und beim Kauf von Plug-In-Hybriden bzw. Range Extender mit 1.500 Euro unterstützt. Die Förderung für E-Leichtfahrzeuge beträgt 1.000 Euro. Der Kauf eines E-Kleinbusses oder leichten E-Nutzfahrzeuges wird mit  20.000 Euro unterstützt. Für die Anschaffung eines E-Zweirads erhalten Käuferinnen und Käufer 750 Euro. Die Förderung kann für seit 1.1.2017 erworbene E-Fahrzeuge bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern beantragt werden.

Zusätzlich zur Kaufförderung unterstützen Verkehrsministerium und Umweltministerium den Aufbau der Infrastruktur für E-Autos. Beim Kauf eines intelligenten Ladekabels oder einer „Wallbox“-Ladestation werden E-Autokäuferinnen und E-Autokäufer mit einem Bonus von 200 Euro unterstützt. Der Bau öffentlich zugänglicher Ladestationen wird mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Das Gesamtbudget des Elektromobilitätspakets beträgt 72 Millionen Euro.

 

Automobilimporteure zu Abgasgipfel: Industrie ist fit für die Zukunft

Gegen Verbote jeglicher Art – Für Technologieneutralität – Drohende Wertverluste verhindern

Wien (OTS) „Die Automobilindustrie ist fit für die Zukunft“, bekräftigte Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure im Vorfeld des morgen, Dienstag, stattfindenden ersten Treffens zur „Abgasstrategie 2030“. „Die Automobilhersteller haben klare Strategien, um in Zukunft noch effizientere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu produzieren. Die Hersteller setzen massiv auf Elektromobilität, wie man auch auf der derzeit stattfindenden IAA in Frankfurt deutlich erkennen kann, wo sich alles um alternative Antriebstechnologien und die Mobilität der Zukunft dreht. Dennoch stellen E-Autos derzeit noch keinen vollständigen Ersatz für konventionell betriebene Pkw am Massenmarkt dar. Der Verbrennungsmotor wird kurz- und mittelfristig definitiv seine Berechtigung haben. Ein konkretes Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren ist daher schlicht und ergreifend nicht möglich. Wir müssen die natürlichen Marktentwicklungen abwarten und fordern von der Politik Technologieneutralität“, so Kerle. Es sei die Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu setzen, z.B. die Vorgabe von CO2-Zielen, die technische Umsetzung müsse allerdings der Industrie überlassen bleiben.

Automobilimporteure warnen vor Wertverlusten

„Die derzeitige – völlig überzogene – Debatte rund um den Diesel-Motor und mögliche Fahrverbote führt verständlicherweise zu starker Verunsicherung, sowohl in der Industrie als auch unter den Autofahrerinnen und Autofahrern“, warnte Kerle. Wie auch der ÖAMTC bereits aufgezeigt hat, kann es dadurch in weiterer Folge zu Wertverlusten in Milliarden-Höhe kommen, unter anderem aufgrund sinkender Wiederverkaufswerte von Pkw mit Verbrennungsmotor. „Es darf definitiv zu keiner Enteignung der Bürger kommen. Seien es Fahrverbote, Zulassungsverbote oder gar Technologieverbote: Wir sprechen uns klar gegen Zwang und Verbote in jeglicher Form aus“, so der Sprecher der Automobilimporteure.

Was immer wieder geforderte Hardware-Nachrüstungen bei jüngeren Diesel-Pkw betrifft, so sei festgehalten, dass rein die Entwicklung und Freigabe durch die entsprechenden Behörden mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen würde. Zudem seien Verschlechterungen bei der Leistung oder Systemausfälle möglich, wie zahlreiche Experten warnen. „Es ist erschreckend, wie wenig Fachwissen hier teilweise vorhanden ist. Insbesondere bei jenen, die am rigorosesten einfordern“, kritisiert Kerle. Darum und aufgrund des zu erwartenden Teilnehmerkreises sind die Erwartungen der österreichischen Automobilimporteure an den „Abgasgipfel“ niedrig.

Automobilimporteure: E-Mobilitätsbonus knackt 4.000er-Hürde

4.003 Anträge seit März – Kurz- und mittelfristig: Optimierung der Verbrennungsmotoren und parallele Entwicklung E-Mobilität

Wien (OTS) „Wir freuen uns, dass die Ankaufsförderung für Elektroautos von den Österreicherinnen und Österreichern so gut angenommen wird. Seit dem Start im März wurden bereits über 4.000 Anträge eingereicht. Unsere Erwartungen wurden vollends erfüllt“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Die Ankaufsförderung ist Teil des E-Mobilitätspakets, das gemeinsam von Verkehrsministerium (BMVIT), Umweltministerium (BMLFUW) und den österreichischen Automobilimporteuren geschnürt wurde. „Trotz kritischer Stimmen waren wir von Anfang an überzeugt, dass das E-Mobilitätspaket mitsamt der Ankaufsförderung einen wichtigen Impuls in Richtung Elektromobilität setzen kann. Der Erfolg mit 4.000 Registrierungen innerhalb kurzer Zeit gibt uns Recht“, so Kerle.

Derzeit sind rund 12.400 reine E-Autos auf Österreichs Straßen unterwegs, das entspricht 0,2 Prozent des Pkw-Gesamtbestandes. Zwar gibt es große Zuwächse bei den Neuzulassungen, allerdings eben noch auf relativ niedrigem Niveau. Noch kommen alternative Antriebstechnologien in Sachen Anschaffungspreis und Infrastrukturverfügbarkeit bzw. Reichweite nicht an konventionell betriebene Pkw heran. „Finanzielle Anreize zum Kosten-Ausgleich sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur, um das derzeit noch vorhandene Reichweiten-Defizit auszugleichen, setzen infolgedessen an den richtigen Hebeln an“, so Kerle. Genau das habe man unter anderem mit dem E-Mobilitätspaket erreicht.

Verbrennungsmotor kurz- und mittelfristig unverzichtbar

Kerle warnte aber gleichzeitig davor, Diesel- und Benzinmotoren vorzeitig abzuschreiben. „Der Verbrennungsmotor wird kurz- und mittelfristig auf jeden Fall seine Berechtigung haben“, so Kerle. Vor allem der Diesel sei notwendig, um die ambitionierten EU-Klimaziele (Stichwort: 95 g/km bis 2020) zu erreichen. Der Dieselmotor sei deutlich effizienter was Leistung und CO2-Ausstoß betrifft, als ein vergleichbarer Benziner. „Jede Antriebsform hat seine jeweilige Berechtigung. Der Idealfall: Optimierung der Verbrennungsmotoren bei paralleler Entwicklung im Bereich der alternativen Antriebe, insbesondere bei der Elektromobilität“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

Gegen Fahrverbote und Ausstiegsdatum vom Verbrennungsmotor

„Wir sprechen uns klar gegen Fahrverbote für Diesel-Pkw und gegen ein konkretes Ausstiegsdatum vom Verbrennungsmotor aus“, so Kerle. Fahrverbote würden einer Enteignung der Autofahrerinnen und Autofahrer gleichen und einen Wertverlust von 5,56 Milliarden Euro bedeuten. „Die Politik sollte Rahmenbedingungen schaffen – die technologische Umsetzung muss aber der Industrie überlassen bleiben. Wir setzen uns daher für Technologieneutralität und Berücksichtigung der natürlichen Marktentwicklung ein. Weder eine Bevorzugung noch Benachteiligung einzelner Technologien ist zielführend“, so Kerle und schließt ab: „Wir brauchen auf jeden Fall Rechts- und Planungssicherheit. Daher begrüßen wir das bevorstehende Gespräch mit Verkehrsminister Jörg Leichtfried am 22. August, welches dazu beitragen sollte, wichtige Fragen zum Thema Diesel zu klären.“

Automobilimporteure zu Diesel-Gipfel: Wichtige Fragen auch in Österreich klären

Diesel-Gipfel auch für Österreich andenken – Nachrüstungen und Ökoprämie als effizientester Weg – Fahrverbote und konkretes Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren abzulehnen

Der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, forderte im Vorfeld des Diesel-Gipfels in Deutschland, auch in Österreich wichtige Fragen zum Thema Verbrennungsmotoren ehestmöglich zu klären, um damit Rechts- und Planungssicherheit zu gewähren. Ein österreichischer Diesel-Gipfel, wie es unter anderem die Grünen fordern, ist auf jeden Fall auch im Sinne der Automobilimporteure. In der derzeitigen öffentlichen Diskussion werden Fakten vermischt und dadurch sowohl Industrie als auch Kunden verunsichert. Das ist klar zu verurteilen“, so Kerle.

Grundsätzlich müsse man abwarten, was beim Diesel-Gipfel konkret beschlossen wird. „Für Österreich wären Maßnahmen auf zwei Ebenen der effizienteste Weg. Einerseits halten wir Nachrüstungen, wie sie heute voraussichtlich in Deutschland beschlossen werden, für eine gute Lösung. Andererseits müssen wir den Austausch von Altfahrzeugen gegen emissionsarme Neuwagen forcieren“, so Kerle. Derzeit sind noch rund 1,6 Millionen Pkw, die maximal der Abgasnorm Euro 3 entsprechen, auf Österreichs Straßen unterwegs. Diese älteren Fahrzeuge werden zum großen Teil von Menschen aus finanziell schwächeren Schichten gefahren, die sich den Kauf eines emissionsarmen Neuwagens schwer leisten können. Aus diesem Grund würde ein finanzieller Anreiz in Form einer Ökoprämie NEU, wie es ÖAMTC und Ökosoziales Forum vor kurzem vorgeschlagen haben, am richtigen Hebel ansetzen.

Automobilimporteure lehnen Fahrverbote und Ausstiegsdatum klar ab

„Diskutierte Fahrverbote für ältere Diesel-Pkw hingegen würden wieder vor allem finanziell schwächere Menschen treffen. Eine derartige Maßnahme wäre somit sozial mehr als nur bedenklich“, so Kerle. Einer Berechnung von Eurotax zufolge würden Fahrverbote in Österreich einen Wertverlust bis zu 5,56 Milliarden Euro für die Österreicherinnen und Österreicher bedeuten. „Das gleicht einer beinharten Enteignung“, warnte der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

Zudem sei es aus heutiger Sicht noch völlig illusorisch, ein konkretes Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren zu nennen. „Die Automobilbranche befindet sich derzeit in einem massiven Wandel. Die Politik sollte zwar Rahmenbedingungen setzen, die technologische Umsetzung ist aber weiterhin Angelegenheit der Industrie. Hier müssen natürliche technologische Entwicklungen sowie die Marktentwicklungen abgewartet werden. Alles andere geht an der Realität vorbei. Der Idealfall: Modernste und emissionsarme Dieseltechnologie plus parallele Entwicklung im Bereich der alternativen Antriebstechnologien“, so Kerle. Die Elektromobilität schreitet ohnehin bereits in großen Schritten voran. In Österreich wurde unter anderem mit dem Elektromobilitätspaket ein wichtiger Schritt getan. Die österreichischen Automobilimporteure haben sich mit 24 Millionen Euro an der Förderung beteiligt.

„Wichtig ist es, die unterschiedlichen Diskussionen, die derzeit zum Thema Verbrennungsmotoren geführt werden, nicht zu vermischen. Wir warnen eindringlich davor, eine etablierte Technologie voreilig zu verunglimpfen. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Wirtschaftsleistung und Wohlstand am Dieselmotor in Österreich hängen“, so Kerle. 250.000 Arbeitsplätze sind in Österreich auf den Dieselmotor rückführbar. Der Wertschöpfungsbeitrag des Dieselantriebs beläuft sich auf 17 Milliarden Euro.

Dieselantrieb ist und bleibt Erfolgsgeschichte

17 Mrd. Euro Wertschöpfung und 250.000 Arbeitsplätze in Österreich auf Diesel rückführbar –  Autohandel fordert klare Aussagen seitens Politik – Fahrverbote brächten Wertverlust bis zu 5,56 Mrd. Euro

Wien (OTS) „Der Dieselmotor ist in letzter Zeit leider in Verruf geraten – aus unserer Sicht völlig zu Unrecht“, so Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung (IV), heute, Montag, im Rahmen der Studienpräsentation „Die Bedeutung des Dieselantriebs in Österreich“ in der Sky Bar in Wien. „Der moderne Dieselmotor ist effizient und sauber. Ohne ihn wären die strengen EU-Klimaziele nicht erreichbar, denn es ist und bleibt nun einmal der Dieselmotor, der sich durch einen geringen CO2-Ausstoß auszeichnet“, so Pesau, der betonte: „Die vielen Vorteile des Dieselmotors sind unbestritten und das wurde auch von der Politik ursprünglich richtig erkannt. Österreich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wahren Dieselland entwickelt. Auf der einen Seite hat sich der Dieselmotor als beliebteste Antriebsform in Österreich etabliert – sechs von zehn Pkw fahren derzeit mit Dieselmotor. Auf der anderen Seite hat Österreich eine Vielzahl an weltweit erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Dieselantriebstechnologie vorzuweisen, die Wertschöpfung generieren und Arbeitsplätze sichern.“

Dieseltechnologie stärkt Wirtschaftsstandort Österreich

Die Studienergebnisse zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Dieselantriebs, präsentiert von Dr. Christian Helmenstein vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung, untermauern diese Tatsachen. In Österreich gehen demnach 17,2 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung auf den Dieselantrieb zurück. Die Wertschöp­fung des Dieselantriebs liegt somit in derselben Größenordnung wie jene des Tourismussektors, ist größer als die der Baubranche und doppelt so groß wie jene des Sektors „Information und Kommunikation“. Zudem finden mehr als 125.000 Menschen direkt bei Unternehmen der Automobilwirtschaft, die mit dem Dieselantrieb verknüpft sind, Beschäftigung. Werden hier noch die indirekt – über die Wertschöp­fungsverflechtungen – abhängigen Beschäftigten hinzugezählt, so sind das über 230.000 Arbeitsplätze. Aus diesen Beschäftigungseffekten ergeben sich in weiterer Folge vier Milliarden Euro an lohnabhängigen Steuern und Abgaben. Im Rahmen der Studie wurden zudem die Innovationsleistungen im Bereich des Dieselantriebes untersucht. Aus der Analyse lässt sich feststellen, dass mittlerweile jedes zweite Dieselpatent den Klimaschutz bzw. Umweltschutz betrifft. Die österreichischen Top-Patentanmelder im Dieselbereich sind BMW, AVL List, Bosch und MAN.

Klare Aussagen der Politik gefordert

„Im Zusammenhang mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Dieselantriebs in Österreich ist es nahezu fahrlässig, wie unverantwortlich derzeit Aussagen gegen eine etablierte Technologie getätigt werden. All das, ohne zu bedenken, wie stark der heimische Wohlstand von der Dieseltechnologie abhängt. Jetzt den Dieselmotor plötzlich als den Klimasünder schlechthin zu brandmarken und Fahrverbote in Aussicht zu stellen, ist durch harte Fakten nicht zu rechtfertigen und daher auf das Schärfste zu verurteilen. Ohnedies wären Fahrverbote für viele Rechtsexperten ein verfassungswidriger Eingriff in bestehende Eigentumsrechte“, so Pesau.

Auch KommR Ing. Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), kritisierte das derzeitige Vorgehen der Politik und forderte ein Ende der Verunsicherung der Autokäufer. „Einschränkungen, speziell für Dieselfahrzeuge, müssen unterbleiben. Die Autofahrer erwarten, dass sie das von ihnen gekaufte Auto bis zu dessen ‚natürlichem Ende‘ verwenden dürfen. Moderne Dieselfahrzeuge entsprechen in jeder Hinsicht dem neuesten Standard, sei es in Bezug auf Technologie und Sicherheit, oder auch Umwelt und Fahrkomfort. Es gibt eindeutig effizientere Möglichkeiten, Emissionen im Verkehrssektor einzusparen. Das wichtigste wäre es, die alten Pkw von den Straßen zu bekommen, das wäre beispielsweise durch eine Ökoprämie möglich“, so Edelsbrunner. Dies würde auch niedrigeren Einkommensschichten, die nicht so einfach Geld für einen modernen und sauberen Neuwagen aufbringen können, den Umstieg ermöglichen.

Kritik von vielen Seiten gab es auch dahingehend, dass die soziale Komponente in der öffentlichen Diskussion überwiegend ausgeklammert werde. So seien es aber vor allem die unteren Einkommensschichten, die von Fahrverboten besonders getroffen würden. Denn alte Diesel-Pkw würden nahezu unverkäuflich und somit wertlos werden. Diese Pkw werden aber in erster Linie von Menschen mit geringem Einkommen gefahren – diese „Quasi-Enteignung“ würde sie daher besonders hart treffen.

Bedeutender Wertverlust durch Diesel-Fahrverbote

Die heute präsentierte Studie beschäftigt sich deshalb nicht nur mit den volkswirtschaftlichen Daten, sondern auch mit dem Thema „Diesel-Fahrverbote“ und was die Auswirkungen – insbesondere auf Fahrzeugrestwerte – wären. Das Szenario wurde vom unabhängigen Informationsdienstleister „Eurotax“ ausgearbeitet und von Martin Novak, Geschäftsführer von Eurotax Österreich, präsentiert. In der Studie wurde ein Szenario angenommen, in welchem die Regierung ein temporäres Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge beschließen würde, die nicht der Euro-6-Abgasnorm entsprechen. Das temporäre Fahrverbot gilt dann, wenn die Feinstaubbelastung den ge­setzlichen Grenzwert überschreitet. Im vorliegenden Szenario würde das ein Fahrverbot an 50 Tagen im Jahr bedeuten, in den zehn größten Städten Österreichs.

Eurotax hat den Fahrzeugbestand der letzten 20 Zulassungsjahre detailliert analysiert und bewertet. Bei den Euro-5 und den bis zehn­jährigen Dieselfahrzeugen sieht Eurotax eine Entwertung von bis zu 25 Prozent. Mit steigendem Alter erhöht sich der Wert auf bis zu 40 Prozent. „Insgesamt prognostizieren wir unter diesen Rahmenbedingungen eine Abwertung des dieselbetriebenen Fahrzeugparks um 5,63 Mrd. Euro. Eine enorme Summe, die in normalen Kategorien nicht mehr greifbar erscheint. Die Politik ist sich offensichtlich nicht bewusst, dass diese Entwertung Herrn und Frau Österreicher EUR 2.700,- an durchschnittlichem Wertverlust ihres Fahrzeuges kostet“, warnte Novak.

BMW Steyr – Wölfel: Diskussion darf wirtschaftliche Entwicklung nicht beeinträchtigen

Veranschaulicht wurden die Entwicklungen im Bereich der Dieseltechnologie von DI (FH) Gerhard Wölfel, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH Steyr. Mit 4.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 4 Milliarden Euro werden im Motorenwerk in Steyr rund 900.000 Dieselmotoren im Jahr produziert, rund 6,4 Milliarden Euro wurden bisher in den Standort investiert. „Ungerechtfertigte Kritik an der modernen und sauberen Diesel-Technologie darf nicht dazu führen, dass die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt oder Arbeitsplätze gefährdet werden. Moderne Diesel-Fahrzeuge tragen entscheidend zur CO2-Reduzierung bei, weil sie bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Benziner verbrauchen. Es wäre deswegen schon klimapolitisch völlig verkehrt, den Diesel grundsätzlich in Frage zu stellen“, stellte Wölfel daher in aller Deutlichkeit abschließend klar.

Automobilimporteure: Der heimische Automarkt boomt

Plus 12,8 Prozent im Q1 – E-Mobilitätsförderung wirkt: Schon 1.600 Anträge

Wien (OTS) „Im ersten Quartal 2017 gab es einen wahren Aufschwung am österreichischen Automobilmarkt. Getrieben von niedrigen Zinsen und einer noch nie da gewesenen Modellpalette findet wahrlich ein Frühling in der heimischen Autobranche statt“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im März um 15,3 Prozent mehr Pkw neuzugelassen. Im ersten Quartal konnte ein deutliches Plus von 12,8 Prozent erzielt werden. „Es ist erfreulich, dass sowohl beim Benzinantrieb, wie natürlich bei der Elektromobilität, aber auch beim Diesel, Steigerungen zu verzeichnen sind. Die Zahlen zeigen deutlich, dass der breite und nachhaltige Ansatz, den die Automobilhersteller verfolgen, gegenwärtig die richtige Strategie ist. Es geht einerseits um Effizienzsteigerung und Verbesserung der klassischen Verbrennungsmotoren, andererseits wird massiv in alternative Antriebe, in erster Linie in Elektromobilität, investiert. In absehbarer Zukunft wird beides, sowohl Elektromobilität als auch der Verbrennungsmotor ihre Berechtigung haben, zumal dies auch der Kundennachfrage entspricht“, so Kerle. Angesichts der derzeitigen Diskussionen müsse zudem klar festgehalten werden, dass Dieselfahrzeuge momentan unentbehrlich sind, um die strengen CO2-Vorgaben (Stichwort: 95 g/km bis 2020) zu erreichen.

E-Mobilitätsbonus: Schon 1.600 Anträge

Auch der Elektromobilitäts-Markt zieht weiter ordentlich an. Von Jänner bis März wurden um 23,6 Prozent mehr Elektroautos zugelassen als im ersten Quartal 2016. „Wie erwartet ist die neue Elektromobilitätsförderung überaus erfolgreich angelaufen. Seit 1. März 2017 wurden bereits rund 1.600 Anträge auf die Förderung gestellt. Diese Zahl ist beachtlich, insbesondere, wenn man den noch bescheidenen – jedoch stetig wachsenden – Gesamtbestand von bisher rund 10.300 E-Autos in Österreich betrachtet“, so Kerle. Die Ankaufsförderung ist Teil des umfangreichen Aktionspakets zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich und wird von BMVIT, BMLFUW und den österreichischen Automobilimporteuren gemeinsam finanziert.

Starke Automobilbranche stärkt den Standort

„Der Wunsch der Österreicherinnen und Österreicher nach dem Auto bzw. nach individueller Mobilität ist ungebrochen und steigt sogar noch an. Gerade auch die österreichische Wirtschaft profitiert durch ihre führende Automobil-/Zulieferindustrie von einer positiven Entwicklung am Automarkt“, so Kerle. Aus technischer Perspektive sei das Thema Mobilität derzeit so spannend wie nie zuvor. Die Innovationen und der Fortschritt in der Automobilindustrie werden von den Kunden positiv angenommen – von den hochmodernen Fahrerassistenzsystemen bis hin zu alternativ betriebenen Fahrzeugen. „Die Automobilbranche befindet sich am richtigen Weg“, so Kerle abschließend.

Automobilimporteure: Diskussion um MÖSt-Erhöhung reiner Populismus

Weder aus wirtschaftlicher-, noch aus umweltpolitischer Sicht sinnvoll – Aussagen gegen Dieselmotor führen zu Verunsicherung – Fakten statt Populismus

Wien (OTS) – „Für eine Erhöhung der Mineralölsteuer auf Diesel gibt es derzeit nicht ein einziges sinnvolles Argument“, kritisierte der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, die von Bundesminister Andrä Rupprechter im Rahmen der Pressestunde gestern, Sonntag, in Aussicht gestellte Ökologisierung der Steuerreform, die bekanntlich eine Steuererhöhung auf Diesel bedeutet. „Derartige Aussagen sind reiner Populismus und damit leider ein Sinnbild unserer Zeit, wo offenbar keine Fakten mehr zählen. Bei einer Erhöhung der Mineralölsteuer (MÖSt) geht es einzig um eine weitere – unter dem Deckmantel der Ökologisierung versteckte – Massensteuererhöhung und Maßnahme „gegen das Auto“ – das ist klar zu verurteilen“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

Die Rechnung würde zudem ohnehin nicht aufgehen. Denn durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer würde der sogenannte Tanktourismus wegfallen, der rund eine Milliarde Euro Steuereinnahmen für den Staat jährlich bedeutet. Das Finanzloch würde mit einer höheren finanziellen Belastung für die Österreicherinnen und Österreicher versucht werden zu kompensieren. Zudem würde kein einziger Kilometer weniger verfahren werden, da der vom Tanktourismus generierte CO2-Ausstoß ohnehin nicht in Österreich emittiert wird. Das heißt auch aus Umweltperspektive wäre die Maßnahme nicht sinnvoll. „Der überwiegende Teil der Österreicherinnen und Österreicher ist auf das Auto angewiesen, sie dürfen dafür aber nicht bestraft werden“, so Kerle. Verwunderlich ist, dass Minister Rupprechter davon spricht, den ländlichen Raum fördern zu wollen. Denn so sei es doch gerade die ländliche Bevölkerung, die auf ihren Pkw angewiesen ist und von einer Steuererhöhung massiv benachteiligt würde.

Verunsicherung hinsichtlich Diesel strikt zu verurteilen

„Wer vor den möglichen Folgen eines Dieselkaufs in den nächsten Jahren warnt, schürt Verunsicherung in der Bevölkerung und greift massiv in Angelegenheiten der Industrie und des Marktes ein. Die neuen Dieselfahrzeuge entsprechen den modernsten Umweltstandards und sind darüber hinaus notwendig, wenn es darum geht, die von der Politik gesetzten CO2-Ziele zu erreichen“, so Kerle. Selbst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat letzte Woche in einer Aussendung festgestellt, dass frühere Aussagen der Politik, wonach der Dieselmotor eine umweltfreundliche Alternative darstellt, definitiv nicht falsch waren und hat gegenteilige Äußerungen von bestimmten politischen Gruppierungen als perfide bezeichnet.

Die Automobilindustrie ist hochinnovativ und investiert Milliarden in neue Antriebskonzepte und Elektromobilität. „Dennoch muss klar festgehalten werden, dass derzeit nur rund 10.000 E-Autos auf Österreichs Straßen unterwegs sind, das entspricht 0,2 Prozent vom Gesamtbestand, der derzeit bei 4,8 Millionen Pkw liegt. Bis zu einer Marktdurchdringung von Elektromobilität ist es ein weiter Weg, das passiert nicht von heute auf morgen“, so Kerle. Die Autohersteller bringen heuer wieder eine Vielzahl an E-Modellen mit immer höheren, alltagstauglichen Reichweiten auf den Markt. Zudem bietet die Ankaufsförderung, an welcher sich die österreichischen Automobilimporteure zur Hälfte beteiligen, einen finanziellen Anreiz zum Umstieg auf ein Elektroauto. Dennoch benötige es derzeit auch den Dieselmotor, nicht nur um den hohen Lebensstandard zu erhalten und den Wirtschaftsstandort zu sichern, sondern auch um die Klimaziele zu erreichen. „Eine Mobilitätswende muss langfristig gedacht werden, wir verurteilen die populistischen Aussagen gegen die Dieseltechnologie daher scharf“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure abschließend.

Automobilimporteure: Treibhausgasemissions-Bilanz spiegelt nicht Realität wider

Wien (OTS) – „Im Bereich des Verkehrs darf man die Zahlen der Treibhausgasemissions-Bilanz nicht für bare Münze nehmen“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, heute Dienstag, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Treibhausgasemissions-Bilanz. Diese seien rein statistische Daten und würden einen wesentlichen Faktor nicht berücksichtigen. Konkret sprach Kerle damit den Kraftstoffexport, umgangssprachlich auch Tanktourismus genannt, an. „Für die Bilanz werden bekanntlich die Daten des Treibstoffverkaufs und nicht des Treibstoffverbrauchs herangezogen. In Österreich allerdings macht der Tanktourismus bis zu ein Viertel des Verkaufsvolumens aus. Das bedeutet konkret, dass der Treibstoff zwar in Österreich gekauft wird, jedoch nicht hierzulande verfahren wird. Entsprechend dürfte man die Emissionen dann klarerweise auch nicht Österreich anrechnen. Wenn es um die öffentliche Darstellung der Verkehrs-Emissionen geht, muss diese Tatsache berücksichtigt werden“, so Kerle und stellte abschließend fest: „Realistisch fällt die Bilanz also noch deutlich besser aus, was nicht zuletzt auch an den permanenten Anstrengungen der Fahrzeugindustrie in die stetig steigende Effizienz der Neuwagen sowie den massiven Investitionen in alternative Antriebe liegt.“

Automobilimporteure: Autojahr 2016 hat Erwartungen übertroffen

Bezogen auf Pkw-Neuzulassungen drittbestes Jahr – Bedeutende Fortschritte in den Bereichen Elektromobilität und automatisiertes Fahren – Debatte um Dieselprivileg unverständlich

Wien (OTS) „Für die österreichische Automobilbranche war 2016 ein ausgesprochen gutes Jahr“, zieht der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz zur Vienna Autoshow heute, Mittwoch, Bilanz. Zum einen liege dies an den positiven Absatzzahlen. Im Gegensatz zu früheren Jahren würden diese nicht von sogenannten strategischen Kurzzulassungen herrühren, sondern ein echtes Wachstum des Marktes widerspiegeln. Zum anderen konnten im vergangenen Jahr in den derzeit wichtigsten Bereichen für die Automobilbranche – alternative Antriebe und autonomes Fahren – wesentliche Fortschritte erzielt werden. Im November haben die Automobilimporteure gemeinsam mit BMLFUW und BMVIT ein Elektromobilitäts-Förderpaket präsentiert und bereits im Sommer wurde mit der KFG-Novelle der Rechtsrahmen zum automatisierten Fahren in Österreich geschaffen.

Kein Grund, von einem „Dieselprivileg“ zu sprechen

Negativ beurteilte Kerle die einseitige öffentliche Debatte zum sogenannten Dieselprivileg: „Es ist mir schleierhaft, wie man vor dem Hintergrund, dass die Autofahrer ohnehin schon im europäischen Vergleich überdurchschnittlich finanziell belastet sind, überhaupt von einem „Privileg“ sprechen kann – nur, weil Benzin eben noch höher besteuert ist. Wir können uns den Forderungen von ÖAMTC und WKÖ nur anschließen, wonach nicht die Mineralölsteuer auf Diesel erhöht, sondern die auf Benzin gesenkt werden müsste.“ Kerle verwies auch auf den Tanktourismus und stellte klar, dass eine Erhöhung der Mineralölsteuer auf Diesel um zehn Cent im Endeffekt ein Finanzierungsloch von rund 500 Millionen Euro sowie einen Transfer von weiteren 500 Millionen Euro Steueraufkommen von ausländischen zu österreichischen Autofahrern bedeuten würde. Gleichzeitig gäbe es aber keinen Umweltnutzen, da kein einziger Liter Diesel in Österreich weniger verfahren würde.

Drittbestes Jahr bezogen auf Neuzulassungen

„Bezogen auf die Pkw-Neuzulassungen war 2016 das dritterfolgreichste Jahr der jüngeren Automobilgeschichte. Dies zeigt klar und deutlich: Der Wille zum Auto und zur individuellen Mobilität ist ungebrochen. Ungeachtet der teils grotesk anmutenden politischen Diskussionen werden wir uns weiterhin für eine starke Automobilbranche in Österreich einsetzen“, so Kerle und fügte hinzu: „Wir als Branche stellen uns den Herausforderungen der Zukunft!“ Konkret gehe es um die Fragen, wie man in Österreich bei den großen Zukunftsthemen, wie dem autonomen Fahren, vorne mit dabei sein könne oder wie Klimaziele mit dem Bedürfnis nach Individualverkehr optimal in Einklang gebracht werden können. Vor allem aber gehe es auch darum, wie man die Automobilbranche stärken könne, die so wesentlich für den Wirtschaftsstandort Österreich ist und für zahlreiche Arbeitsplätze sorgt, nämlich 450.000 – das entspricht jedem neunten Arbeitsplatz in Österreich. „Dazu benötigt es eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik“, stellte Kerle fest und warnte davor, den Verkehr als ständigen Sündenbock und Alleinverantwortlichen für Emissionen und ihre Folgen verantwortlich zu machen, denn „nicht immer hat derjenige Recht, der am lautesten schreit“, wandte sich Kerle an die Journalisten vor Ort und spielte damit in erster Linie auf den VCÖ an, der als grüne Vorfeldorganisation stark gegen eine rationale Verkehrspolitik eintritt.

Automobilbranche eine der innovativsten Branchen derzeit

„Wer sich auf der Vienna Autoshow umsieht, wird sofort feststellen können, dass die Automobilbranche eine der derzeit innovativsten Branchen überhaupt ist und wie viel Bewegung in den letzten Jahren in den Markt gekommen ist, beispielsweise bei den Fahrerassistenzsystemen und im Bereich der Elektromobilität. Die Hersteller bringen immer mehr und immer bessere E-Modelle auf den Markt, was dazu geführt hat, dass es bereits jetzt eine breite Palette an angebotenen Modellen gibt – vom kleinen, günstigeren Elektroauto bis zur Luxuslimousine“, so Kerle. Aber auch der Dieselmotor erfreue sich weiter großer Beliebtheit. Durch die Fortschritte bei dieser Technologie sei er derzeit unverzichtbar, wenn es um die Reduzierung der vom Verkehr verursachten Treibhausgasemissionen geht. „Im Sinne einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich ist es ungemein wichtig, die Branche nicht andauernd an den Pranger zu stellen, sondern im Gegenteil, bei all diesen Entwicklungen und Innovationen vorne mit dabei zu sein“, so Kerle abschließend.

EINLADUNG zum Pressegespräch und zur Preview der Vienna Autoshow 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Vienna Autoshow, Österreichs größte Neuwagenpräsentation startet von 12. bis 15. Jänner 2017 in ihre elfte Ausgabe. Gemeinsam mit dem Verband der Österreichischen Automobilimporteure werden die Modellneuheiten sowie zahlreiche Österreichpremieren in der Messe Wien gezeigt.

Am Mittwoch, 11. Jänner 2017 finden der Pressetag und die exklusive Preview der Vienna Autoshow statt. Dieser Tag beginnt mit einem Pressegespräch, dessen Themen unter anderem die Entwicklung der Kfz-Zulassungen im Jahr 2016 sowie die Einschätzung des Automobilmarktes 2017 sein werden. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, noch vor Publikumsöffnung die Vienna Autoshow zu besuchen.

Termin des Pressegesprächs:

Mittwoch, 11. Jänner 2017, um 10:00 Uhr

Restaurant Panorama, 1. Stock vor der Halle D*, 
Messe Wien, Eingang D/Trabrennstraße, 1020 Wien

* Bitte benützen Sie die Parkgarage D in der Trabrennstraße und den Eingang D

Ihre Gesprächspartner werden sein (in folgender Reihenfolge):

Benedikt Binder-Krieglstein, Geschäftsführer Reed Exhibitions
BM Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie
Peter Laimer
, stv. Leiter Direktion Raumwirtschaft der Statistik Austria
Günther Kerle, Sprecher und Vorsitzender der österreichischen Automobilimporteure
Klaus Edelsbrunner, design. Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels in der WKO

Sollten Sie dem Pressegespräch beiwohnen wollen bitten wir aus organisatorischen Gründen um Ihre Rückmeldung bis Montag, 9. Jänner 2016 per E-Mail an presse@reedexpo.at.